Aufteilen von Kontakten in Stichprobengruppen

Mithilfe des Prozesses "Stichprobe" erstellen Sie Ziel- und Kontrollgruppen. Es gibt verschiedene Methoden der Stichprobenziehung: Beim Zufallswert werden statistisch valide Kontrollgruppen oder Testreihen erstellt. Bei Probe bei jeder x-ten Zelle wird jeder zweite Datensatz einer Stichprobengruppe zugeordnet. Bei Sequenzielle Teile werden einige Datensätze aufeinanderfolgenden Stichproben zugeordnet.

Prozedur

  1. Öffnen Sie ein Ablaufdiagramm, um es zu bearbeiten.
  2. Ziehen Sie den Beispielprozess Zwei Sätze von Köpfen aus der Palette in Ihr Ablaufdiagramm.
  3. Stellen Sie eine Verbindung mit mindestens einem konfigurierten Prozess (beispielsweise mit dem Prozess "Auswählen") als Eingabe zum Prozessfeld "Stichprobe" her.
  4. Doppelklicken Sie auf den Prozess "Stichprobe" im Ablaufdiagramm.
  5. Wählen Sie die Zellen, für die eine Stichprobe erstellt werden soll, über die Liste Eingabe auf der Registerkarte Stichprobe aus. In der Liste sind alle Ausgabezellen der Prozesse angezeigt, die mit dem Prozess "Stichprobe" verbunden sind. Wenn mehrere Zellen eine Eingabe bereitstellen, können Sie optional die Option Mehrere Zellen auswählen. Bei Auswahl mehrerer Quellenzellen wird das gleiche Stichprobenverfahren auf jede Quellenzelle angewendet.
    Anmerkung: Alle ausgewählten Zellen müssen auf derselben Zielgruppenebene definiert werden, beispielsweise "Haushalt" oder "Kunde".
  6. Geben Sie im Feld Anzahl der Stichproben/Ausgabezellen an, wie viele Stichproben für jede Eingangszelle erstellt werden sollen. Standardmäßig werden drei Stichproben für jede Eingangszelle mit den folgenden Standardnamen erstellt: "Stichprobe1", "Stichprobe2" und "Stichprobe3".
  7. Wenn Sie die Standardnamen für Stichproben ändern möchten, doppelklicken Sie auf eine Stichprobe in der Spalte Ausgabename und geben dann einen neuen Namen ein. Dabei können Sie eine beliebige Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Leerzeichen verwenden. Schrägstriche (/ und \) und Punkte (.) sind nicht zulässig.
    Wichtig: Wenn Sie den Namen einer Stichprobe ändern, müssen Sie alle nachfolgenden Prozesse aktualisieren, die diese Stichprobe als Eingangszelle verwenden. Die Änderung des Namens von Stichproben dekonfiguriert unter Umständen die verbundenen Prozesse. In der Regel sollten Sie daher die Namen von Stichproben bearbeiten, bevor Sie den Prozess mit nachfolgenden Prozessen verbinden.
  8. Definieren Sie die Stichprobengröße mit einer der folgenden Methoden:
    • So teilen Sie Datensätze nach Prozentsatz auf: Wählen Sie Größe angeben in % aus und doppelklicken Sie anschließend auf das Feld Größe, um den Prozentsatz der für jede Stichprobe zu verwendenden Datensätze anzugeben. Wenn Sie die Größe der Stichprobe begrenzen möchten, verwenden Sie das Feld Max. Größe. Die Standardeinstellung ist Unbegrenzt. Wiederholen Sie den Vorgang für jede in der Spalte Ausgabename aufgeführte Stichprobe oder verwenden Sie das Kontrollkästchen Alle verbleibenden, um der betreffenden Stichprobe alle verbleibenden Datensätze zuzuweisen. Für nur eine Ausgabezelle können Sie die Option Alle verbleibenden auswählen.
    • So geben Sie für jeden Stichprobenumfang die Anzahl der Datensätze an: Wählen Sie Größe angeben in Datensatzanzahl aus und doppelklicken Sie anschließend auf das Feld Max. Größe , um die maximale Anzahl der Datensätze anzugeben, die der ersten Stichprobengruppe zugeordnet werden sollen. Geben Sie die Max. Größe für die nächste aufgeführte Stichprobe an oder verwenden Sie das Kontrollkästchen Alle verbleibenden, um der betreffenden Stichprobe alle verbleibenden Datensätze zuzuweisen. Für nur eine Ausgabezelle können Sie die Option Alle verbleibenden auswählen.

      Optional: Klicken Sie auf Rechner für Stichprobenumfang und verwenden Sie den Rechner, um den optimalen Stichprobenumfang festzulegen. (Siehe Rechner für den Stichprobenumfang.) Kopieren Sie anschließend den Wert des Felds Mindeststichprobenumfang des Rechners, klicken Sie auf Fertig, um den Rechner zu schließen, und fügen Sie danach den Wert in das Feld Max. Größe für Größe angeben in Datensatzanzahl ein.

  9. Stellen Sie sicher, dass für jede Stichprobe in der Liste Ausgabename eine Größe definiert ist oder das Kontrollkästchen Alle verbleibenden aktiviert ist.
  10. Geben Sie im Abschnitt Stichprobenverfahren an, wie die Stichproben erstellt werden sollen:
    • Zufallsstichprobe: Mit dieser Option können Sie statistisch gültige Kontrollgruppen oder Testreihen erstellen. Diese Option ordnet mithilfe eines Zufallsgenerators zufällig ausgewählte Datensätze zu Stichprobengruppen zu. Diese Zuordnung basiert auf dem angegebenen Seed für Zufallszahlen. Die Seeds für Zufallszahlen werden an späterer Stelle in diesen Schritten erläutert.
    • Probe bei jeder x-ten Zelle: Bei dieser Option wird der erste Datensatz für die erste Stichprobe, der zweite für die zweite usw. verwendet, bis die festgelegte Anzahl der Stichproben erreicht ist. Dieser Prozess wird wiederholt, bis alle Datensätze einer Stichprobengruppe zugeordnet worden sind. Zur Verwendung dieser Option müssen Sie die Optionen unter Sortiert nach angeben, mit denen bestimmt wird, wie Datensätze in Gruppen sortiert werden. Die Optionen unter Sortiert nach werden an späterer Stelle in diesen Schritten erläutert.
    • Sequenzielle Teile: Mit dieser Option werden die ersten n Datensätze für die erste Stichprobe zugeordnet, die nächste Reihe von Datensätzen für die zweite Stichprobe usw. Diese Option ist hilfreich beim Erstellen von Gruppen basierend auf dem obersten Zehntel (oder einer anderen Größe) aus einem sortierten Feld (beispielsweise bei Sammeleinkäufen oder Modellbewertungen). Zur Verwendung dieser Option müssen Sie die Optionen unter Sortiert nach angeben, mit denen bestimmt wird, wie Datensätze in Gruppen sortiert werden. Die Optionen unter Sortiert nach werden an späterer Stelle in diesen Schritten erläutert.
  11. Wenn Sie die Option Zufällige Stichprobe ausgewählt haben, können Sie in der Regel den Standardseed für Zufallszahlen übernehmen. Der Seed steht für den Ausgangspunkt, der von Unica Campaign für die zufällige Auswahl von IDs verwendet wird.

    Klicken Sie auf Auswahl oder geben Sie einen Wert in das Feld Seed ein, um einen neuen Seedwert zu erstellen. In folgenden Situationen kann es beispielsweise vorkommen, dass Sie einen neuen Seed für Zufallszahlen verwenden müssen:

    • Wenn Sie die gleiche Anzahl von Datensätzen in der gleichen Reihenfolge haben und der gleiche Seedwert dazu führt, dass die Datensätze immer in die gleichen Stichproben gesetzt werden.
    • Wenn die zufällige Stichprobe zu unerwünschten Ergebnissen führt (wenn beispielsweise alle männlichen Personen einer Gruppe und alle weiblichen Personen der anderen Gruppe zugeordnet sind).
    Anmerkung: Bei jeder darauffolgenden Ausführung des Prozesses wird dieselbe zufällig ausgewählte Gruppe von Datensätzen verwendet, es sei denn, die Eingabe des Prozesses "Stichprobe" ändert sich. Dies ist wichtig, wenn Sie die Ergebnisse für Modellierungszwecke verwenden möchten, da verschiedene Modellierungsalgorithmen über denselben Datensatz hinweg verglichen werden müssen, um die Wirksamkeit jedes Modells zu bestimmen. Sollten Sie die Ergebnisse nicht zur Modellierung verwenden wollen, kann der Prozess "Stichprobe" bei jeder Ausführung eine andere Gruppe von zufällig ausgewählten Datensätze verwenden. Wenn Sie dies erreichen wollen, verwenden Sie als Seed für Zufallszahlen null (0). Der Wert 0 stellt sicher, dass bei jedem Ausführen des Prozesses eine andere zufällig ausgewählte Gruppe von Datensätzen verwendet wird.
  12. Wenn Sie Probe bei jeder x-ten Zelle oder Sequenzielle Teile ausgewählt haben, müssen Sie eine Sortierreihenfolge angeben, um festzulegen, wie die Datensätze den Stichprobengruppen zugeordnet werden:
    1. Wählen Sie ein Feld vom Typ Sortiert nach aus der Dropdown-Liste aus oder verwenden Sie ein abgeleitetes Feld, indem Sie auf Abgeleitete Felder klicken.
    2. Wählen Sie Aufsteigend aus, um numerische Felder in aufsteigender Reihenfolge (niedrig bis hoch) und alphabetische Felder in alphabetischer Reihenfolge zu sortieren. Wenn Sie Absteigend auswählen, wird die Sortierung umgekehrt.
  13. Verwenden Sie die Registerkarte Allgemein wie folgt:
    1. Prozessname: Weisen Sie einen beschreibenden Namen zu. Der Prozessname wird im Ablaufdiagramm als Feldname verwendet. Außerdem findet er in Dialogen und Berichten zur Identifizierung des Prozesses Verwendung.
    2. Namen der Ausgabezellen: Standardmäßig bestehen die Namen der Ausgabezellen aus dem Prozessnamen, dem der Stichprobename und eine Ziffer folgen. Diese Namen werden in Dialogen und Berichten verwendet. Sie können auf den Namen einer Ausgabezelle doppelklicken, um diesen durch eine Eingabe in dem Feld zu ändern. Alternativ können Sie auf die Schaltfläche Kopieren klicken, um ein Textfeld zu öffnen, in dem alle Namen vorhandener Ausgabezellen angezeigt werden. Kopieren Sie diese manuell und klicken Sie anschließend auf OK. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Einfügen, um die Namen in ein Textfeld einzufügen, in dem sie bearbeitet werden können. Klicken Sie auf "OK", um die bearbeiteten Namen der Ausgabezellen in die Felder zu kopieren. Sie können die Schaltfläche Zellennamen zurücksetzen verwenden, wenn Sie die Standardnamen der Ausgabezellen zurücksetzen möchten.
    3. Zellencodes: Der Zellencode hat ein Standardformat, das durch Ihren Systemadministrator bestimmt wird, und ist nach dem Generieren eindeutig. Ändern Sie den Zellencode nur, wenn Sie sich über alle Auswirkungen im Klaren sind. Der Name einer in einem Prozess erstellten Zelle entspricht standardmäßig dem Prozessnamen. Wenn Sie Änderungen am Namen einer Ausgabezelle speichern, wird der Zellencode neu generiert, wenn Zellencodes automatisch generieren aktiviert ist. Soll der Zellencode nicht geändert werden, deaktivieren Sie Zellencodes automatisch generieren. Siehe Zellennamen und Zellencodes.
    4. Anmerkung: Verwenden Sie das Feld Anmerkung, um den Zweck oder das Ergebnis des Prozesses zu erläutern. Die Inhalte dieses Feldes werden angezeigt, wenn Sie Ihren Cursor über das Prozessfeld in einem Ablaufdiagramm halten.
  14. Klicken Sie auf OK.

Ergebnisse

Der Prozess ist nun konfiguriert und im Ablaufdiagramm aktiviert. Sie können den Prozess testen, um sicherzustellen, dass die erwarteten Ergebnisse zurückgegeben werden.